Verhaltenskodex - Code of Conduct
Der Verhaltenskodex ist eine Selbstverpflichtung f¨¹r alle Mitglieder der ¶®ÇòµÛ f¨¹r Musik Hanns Eisler Berlin (HfM). Er gilt f¨¹r die Lehrenden, Studierenden und Mitarbeitenden in Technik und Verwaltung gleicherma?en. Der Kodex beschreibt auf Grundlage des Leitbildes der ¶®ÇòµÛ, welche Werte an der HfM gelebt werden und gibt Orientierung f¨¹r ethisch, sozial und rechtlich korrektes Handeln. Er vereint Regeln und Richtlinien, die im Alltag dem respektvollen Umgang miteinander dienen. Dieser Kodex ist in einem partizipativen Prozess zusammengetragen worden und soll kontinuierlich ¶®ÇòµÛentwickelt werden.
Verhaltenskodex
Respektvoller und l?sungsorientierter Dialog
Wir kommunizieren respektvoll im pers?nlichen und ?ffentlichen Umgang, schriftlich und m¨¹ndlich, analog und digital. Wir reden miteinander statt ¨¹bereinander. In offiziellen Texten nutzen wir eine geschlechtersensible und diskriminierungsfreie Sprache. Bei Problemen und Konflikten setzen wir uns f¨¹r einen l?sungsorientierten Dialog und f¨¹r Verst?ndigung ein. Wir lehnen Herabw¨¹rdigung, Beleidigung, respektlosen Umgang und jede Form von Gewalt ab.
Absprachen f¨¹r digitale Kommunikation
Als internationale Hochschulgemeinschaft nutzen wir digitale M?glichkeiten, um unsere Kommunikation zu erleichtern, Zusammenarbeit zu verbessern und Arbeitsprozesse zu gestalten. Gleichzeitig entstehen durch die Datenverarbeitung Risiken, die wir immer wieder gegen den Nutzen abw?gen m¨¹ssen: Der Schutz von personenbezogenen Daten, die Sicherheit vor unerlaubten Zugriffen und der sparsame Umgang mit Daten haben f¨¹r uns h?chste Priorit?t. Wir nutzen als schriftlichen Kommunikationsweg die offiziellen E-Mail-Adressen der ¶®ÇòµÛ. E-Mails werden regelm??ig gelesen und Reaktionen erfolgen zeitnah. Wir kommunizieren unsere Erreichbarkeit verst?ndlich und respektieren die Privatsph?re und Erholungsphasen anderer.
Transparente Kommunikation und nachvollziehbare Entscheidungswege
Alle Hochschulmitglieder bem¨¹hen sich um eine transparente Kommunikation und nachvollziehbare Entscheidungsprozesse. Wir k?nnen daf¨¹r unsere Ideen und Interessen in die Gremien und Kommissionen einbringen. Dort werden sie nach den Regeln der demokratischen akademischen Selbstverwaltung diskutiert und Entscheidungen getroffen.
H?fliche Anrede
F¨¹r eine h?fliche Anrede ist eine respektvolle Haltung ma?geblich. Die Frage, wer wen wie anspricht, wird in Gruppen, Teams, Klassen usw. thematisiert und zwischen zwei Personen einvernehmlich entschieden. Entscheidend ist, dass sich alle mit der gegenseitigen Anrede wohlf¨¹hlen. Alle Hochschulmitglieder verwenden das ?Sie¡° mit Nachnamen, das gegenseitige ?Du¡° mit Vornamen oder kreative L?sungen wie z. B. das ?Sie¡° mit Vornamen oder das ?Du¡° mit Nachnamen. Beide Seiten k?nnen jederzeit darum bitten, die Anrede zu ?ndern, d. h. auch vom ?Du¡° zum ?Sie¡° zur¨¹ckzukehren. Auch die Eigenbezeichnungen und Pronomen von nicht-bin?ren Personen respektieren wir, d. h. wir sprechen die Betreffenden mit der gew¨¹nschten Anrede und dem gew¨¹nschten Vornamen an, der von offiziellen Dokumenten abweichen kann.
R¨¹cksicht auf Verst?ndigungsh¨¹rden
Weltoffenheit setzt wechselseitige Offenheit voraus. Damit interkulturelle Kommunikation gelingt, reflektieren wir unsere eigenen Werte und Vorurteile selbstkritisch und tolerieren die Werte und Verhaltensweisen anderer, sofern sie dem Verhaltenskodex nicht widersprechen. Wir nehmen R¨¹cksicht darauf, dass die Verst?ndigung auf Deutsch oder Englisch f¨¹r manche Personen schwierig ist. An der ¶®ÇòµÛ sollten sich alle ¨¹ber L?nder- und Sprachgrenzen hinweg vernetzen k?nnen.
Feedback und transparente Bewertungskriterien
Alle Hochschulmitglieder sollen ihr Potenzial im Studium, in der Lehre und am Arbeitsplatz voll entfalten k?nnen. Wir bem¨¹hen uns um ein konstruktives Miteinander in der Zusammenarbeit und geben einander auf respektvolle Art R¨¹ckmeldungen, die auf Verbesserung und positive Ver?nderung abzielen. Kriterien f¨¹r Leistungsbewertungen sowie f¨¹r allgemeine Beurteilungen werden transparent gemacht. Personen, die T?tigkeiten anderer bewerten, begr¨¹nden ihre Entscheidungen und geben bei Nachfragen konstruktives Feedback.
Inklusive und barrierearme ¶®ÇòµÛ
Die HfM wertsch?tzt Vielfalt und begr¨¹?t daher alle Bewerbungen - unabh?ngig von Geschlecht, Nationalit?t, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identit?t. Wir streben eine Erh?hung des Frauenanteils beim k¨¹nstlerischen und allgemeinen Hochschulpersonal an sowie in Studieng?ngen, in denen sie unterrepr?sentiert sind.
Umgang mit Ungleichheiten
Wir sind uns der materiellen und sozialen Ungleichheiten, insbesondere innerhalb der Studierendenschaft, bewusst und gehen sensibel damit um. Wir bem¨¹hen uns, diese Ungleichheiten zu ber¨¹cksichtigen und informieren Studierende ¨¹ber m?gliche Unterst¨¹tzungen.
Wir verhalten uns sensibel im Umgang mit m?glichen Beeintr?chtigungen anderer und streben an, stets offen f¨¹r die Bed¨¹rfnisse von Menschen mit gesundheitlichen Herausforderungen zu sein. Wir f?rdern eine gleiche Teilhabe und engagieren uns, die ¶®ÇòµÛ inklusiv und m?glichst barrierearm zu gestalten.
Aktiv gegen Machtmissbrauch, Diskriminierung und Benachteiligung
Wir treten aktiv gegen Machtmissbrauch, jede Art der Diskriminierung und Benachteiligung, sexualisierte Bel?stigung, Herabw¨¹rdigung, verbale und physische Gewalt gegen¨¹ber Studierenden sowie Mitarbeitenden und Lehrenden ein. Wir f?rdern eine Kultur des Hinsehens und Benennens und ¨¹bernehmen Verantwortung f¨¹r uns und andere. Wir erwarten von uns den Mut, uns bei diskriminierendem Verhalten einzumischen. Wir setzen uns f¨¹r einen fairen Umgang mit Betroffenen und Beschuldigten ein.
Beratung und Beschwerdeverfahren
Alle Hochschulmitglieder, und insbesondere Studierende, die von Diskriminierung, sexualisierter Bel?stigung oder Gewalt, Grenzverletzungen, Machtmissbrauch, (Cyber-) Stalking, Mobbing oder ?hnlich negativen Vorgehensweisen betroffen sind, werden ermutigt, sich an die entsprechenden Erst- und Verweisberatungsstellen zu wenden. Feedback und Beratung schaffen die Voraussetzung f¨¹r Ver?nderungen und pr?ventive Ma?nahmen im Sinne einer lernenden Organisation. Offizielle Beschwerden sind an die Hochschulleitung zu richten. Vertiefende Informationen finden sich in der Satzung zum Schutz vor Diskriminierung, Bel?stigung und Gewalt sowie im Leitfaden ?Nein hei?t Nein¡°.
Grundhaltung
Unsere ¶®ÇòµÛ lebt von einer Kultur der Wertsch?tzung und des respektvollen Miteinanders. Das Lernen, Lehren und Arbeiten im engen r?umlichen und pers?nlichen ¶®ÇòµÛ kann zu einem vertrauten Umgang f¨¹hren, der willkommen ist, solange er respektvoll und professionell bleibt. Personen in Leitungs-, Betreuungs- oder Lehrfunktion tragen eine besondere Verantwortung, eine professionelle Distanz zu wahren und ein sicheres Lern- und Arbeitsumfeld zu gew?hrleisten.
Professionalit?t im Lehr-Lern-Verh?ltnis
Dem Anspruch der Studierenden auf vollumf?nglichen Unterricht wird mit aller Sorgfalt nachgekommen. F¨¹r einen verantwortungsbewussten und respektvollen Umgang geh?rt, dass neben aller zeitlicher Flexibilit?t Lehrende m?gliche Termine fr¨¹hzeitig bekanntgeben und auch Studierende Unterrichte rechtzeitig absagen. Grunds?tzlich ist die ¶®ÇòµÛ der Ort, an dem die Lehre stattfindet, so dass Lehrende und Studierende gleicherma?en ausreichend vor Ort sein m¨¹ssen. Der Unterricht findet ausschlie?lich in den R?umen der ¶®ÇòµÛ statt. Ausnahmen m¨¹ssen vorab den Abteilungsr?ten gemeldet werden (z. B. Seminare in der Begegnungsst?tte Sauen, Konzerte an Gastspielst?tten).
Respektieren von Grenzen und Vermeidung von Grenz¨¹berschreitungen
Wir sind gemeinsam daf¨¹r verantwortlich, pers?nliche Grenzen zu achten und einen respektvollen, achtsamen Umgang miteinander zu pflegen. Konsens ist die Grundlage jeder Interaktion ¡ª er muss aktiv hergestellt werden und darf niemals vorausgesetzt werden.
Lehrende und Vorgesetzte haben aufgrund ihrer besonderen Rolle eine erh?hte Verantwortung. Sie reflektieren ihr eigenes Verhalten regelm??ig, schaffen ein Umfeld, in dem Studierende und Mitarbeitende ihre Grenzen frei und ohne Angst ?u?ern k?nnen. Sie reagieren unverz¨¹glich, wenn Grenz¨¹berschreitungen wahrgenommen oder gemeldet werden.
Zwischen allen Hochschulmitgliedern gilt, dass der Respekt vor den Grenzen anderer stets verbindlich ist. Wir sehen das Erkennen und Vermeiden von Grenz¨¹berschreitungen als gemeinsamen Lernprozess. Wenn eine Grenze unbeabsichtigt ¨¹berschritten wird, erwarten wir, dass die betreffende Person ihr Verhalten selbstkritisch reflektiert und respektvoll gekl?rt wird, wie einvernehmlich L?sungen gefunden werden k?nnen, um das Vertrauen wiederherzustellen.
Umgang mit Konflikten
Meinungsverschiedenheiten oder zwischenmenschliche Spannungen k?nnen vorkommen. Wir ermutigen alle Beteiligten, Konflikte fr¨¹hzeitig anzusprechen oder sich vertraulich beraten zu lassen. Um gemeinsam L?sungen zu finden, k?nnen interne Angebote wie moderierte Gespr?che genutzt werden (vom Vertrauensteam f¨¹r Studierende, vom Personalrat f¨¹r Mitarbeitende). Bei Bedarf steht externe Unterst¨¹tzung (z. B. Mediation) zur Verf¨¹gung, um eine faire Kl?rung zu erm?glichen.
Intime Beziehungen und Machtgef?lle
Die vergleichsweise geringe Anzahl an Hochschulmitgliedern beg¨¹nstigt einen famili?ren Umgang und das Entstehen von Vertrautheit und Freundschaften. Sofern ein Macht- oder Abh?ngigkeitsverh?ltnis besteht, ist jedoch besonderes Verantwortungsbewusstsein erforderlich.
?ber intime Beziehungen zwischen Lehrenden und Studierenden oder zwischen Vorgesetzten und direkten Mitarbeitenden hat die rangh?here Person unverz¨¹glich die Hochschulleitung zu informieren, um m?gliche Interessenkonflikte transparent zu machen.
Lehrende, die eine intime Beziehung zu Studierenden eingehen, d¨¹rfen diese nicht ¶®ÇòµÛ unterrichten oder pr¨¹fen und F¨¹hrungspersonen d¨¹rfen die Leistung der betreffenden Mitarbeitenden nicht l?nger bewerten. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass faire Lern- und Arbeitsbedingungen gew?hrleistet bleiben und das Vertrauen aller Beteiligten gesch¨¹tzt wird.
Nachhaltigkeit sowie Umgang mit Geb?uden, R?umlichkeiten und Inventar
Jedes Hochschulmitglied kann einen Beitrag zur nachhaltigen gesellschaftlichen Entwicklung leisten ¡ª sei es auf institutioneller oder auf individueller Ebene.
Jegliche R?umlichkeiten, Einrichtungen und Ausstattungen der ¶®ÇòµÛ behandeln wir sorgsam und ordentlich. Wir setzen uns ein f¨¹r Klimaschutz, M¨¹llvermeidung, Recycling sowie f¨¹r die Reduktion des Verbrauches von Wasser, Energie und sonstiger Ressourcen.
Sicherheit f¨¹r alle
Alle Hochschulmitglieder sowie externe Besuchende halten die Sicherheitsvorschriften ein. Wir erwarten von ihnen ein Gefahrenbewusstsein sowie ein Mitdenken bei allen sicherheitsrelevanten T?tigkeiten, um Verletzungen und physische sowie psychische Belastungen und Erkrankungen zu vermeiden. Inhalte von Unterweisungen (z. B. Saalnutzungsordnungen) sind unbedingt einzuhalten.
Arbeits- und Gesundheitsschutz
Die Gesundheit aller Hochschulmitglieder ist ein hohes Gut, das wir sch¨¹tzen und st?rken wollen. Der Arbeitsschutz umfasst alle Ma?nahmen, die dazu dienen, die Sicherheit und Gesundheit von allen Mitgliedern der ¶®ÇòµÛ zu gew?hrleisten. Dazu geh?ren die Sensibilisierung, die systematische Planung und Umsetzung von pr?ventiven Ma?nahmen, um Unf?lle und Gef?hrdungen zu vermeiden sowie ein respektvoller Umgang mit bestehenden Erkrankungen.
Der Missbrauch von Medikamenten, Alkohol, Drogen oder anderen Rausch- bzw. Bet?ubungsmitteln ist w?hrend der Arbeitszeit und generell in den R?umlichkeiten und auf dem Gel?nde der HfM Berlin verboten.